____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Statistik
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Statistik âist die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationenâ (Daten).cite-ref-0-1-0[1] Sie ist eine MĂśglichkeit, âeine systematische Verbindung zwischen Erfahrung (Empirie) und Theorie herzustellenâ.cite-ref-0-1-1[1] Unter Statistik versteht man die Zusammenfassung bestimmter Methoden zur Analyse empirischer Daten. Ein alter Ausdruck fĂźr âStatistikâ ist Sammelforschung. Wenn moderne Technologien und Methoden (z. B. Maschinelles Lernen) zum Einsatz kommen, wird Statistik heute auch als Data Science bezeichnet.
Die Statistik wird als Hilfswissenschaft von allen empirischen Disziplinen und Naturwissenschaften verwendet, wie zum Beispiel der Medizin (Medizinische Statistik), der Psychologie (Psychometrie), der Politologie, der Soziologie, der Wirtschaftswissenschaft (Ăkonometrie), der Biologie (Biostatistik), der Chemie (Chemometrie) und der Physik. Die Statistik stellt somit die theoretische Grundlage aller quantitativen Forschung dar. Da die Menge an Daten in allen Disziplinen rasant zunimmt, gewinnt auch die Statistik und die aus ihr abgeleitete Analyse dieser Daten an Bedeutung. Andererseits ist die Statistik ein Teilgebiet der reinen Mathematik. Das Ziel der reinen mathematischen Statistik ist das Beweisen allgemeingĂźltiger Aussagen mit den Methoden der reinen Mathematik. Sie bedient sich dabei der Erkenntnisse der mathematischen Grundlagendisziplinen Analysis und lineare Algebra.
Contents
⢠Etymologie
⢠Einfßhrung
⢠Geschichte
⢠Planung
⢠Erhebung
⢠Aufbereitung
⢠Analyse
⢠Interpretation
⢠Anwendung
⢠Ausbildung
⢠Software
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Etymologie
Das Wort âStatistikâ stammt von lateinisch statisticum âden Staat betreffendâ und italienisch statista âStaatsmannâ oder âPolitikerâ, was seinerseits von lateinisch status oder italienisch stato âStaatâ kommt. Der deutsche Begriff âStatistikâ, eingefĂźhrt von Gottfried Achenwall 1749, bezeichnete ursprĂźnglich die âLehre von den Daten Ăźber den Staatâ. Im 19. Jahrhundert hatte der Schotte John Sinclair das Wort erstmals in seiner heutigen Bedeutung des allgemeinen Sammelns und Auswertens von Daten benutzt.
EinfĂźhrung
Statistik wird einerseits als eigenständige mathematische Disziplin ßber das Sammeln, die Analyse, die Interpretation oder Präsentation von Daten betrachtet, andererseits als Teilgebiet der Mathematik, insbesondere der Stochastik, angesehen.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Die Statistik wird in die folgenden drei Teilbereiche eingeteilt:
⢠Die deskriptive Statistik (auch beschreibende Statistik oder empirische Statistik): Vorliegende Daten werden in geeigneter Weise dargestellt, beschrieben, aufbereitet und zusammengefasst. Mit ihren Methoden verdichtet man quantitative Daten zu Tabellen, graphischen Darstellungen und Kennzahlen. Bei einigen Institutionen wie bei der amtlichen Statistik oder beim sozio-oekonomischen Panel (SOEP) ist die Erstellung solcher Statistiken die Hauptaufgabe.
⢠Die induktive Statistik (auch mathematische Statistik, schlieĂende Statistik, beurteilende Statistik oder Inferenzstatistik): In der induktiven Statistik leitet man aus den Daten einer Stichprobe Eigenschaften einer Grundgesamtheit ab. Die Wahrscheinlichkeitstheorie liefert die Grundlagen fĂźr die erforderlichen Schätz- und Testverfahren.
⢠Die explorative Statistik (auch hypothesen-generierende Statistik, analytische Statistik oder Data-Mining): Dies ist methodisch eine Zwischenform der beiden vorgenannten Teilbereiche, bekommt als Anwendungsform jedoch zunehmend eine eigenständige Bedeutung. Mittels deskriptiver Verfahren und induktiver Testmethoden sucht sie systematisch mÜgliche Zusammenhänge (oder Unterschiede) zwischen Daten in vorhandenen Datenbeständen und will sie zugleich in ihrer Stärke und Ergebnissicherheit bewerten. Die so gefundenen Ergebnisse lassen sich als Hypothesen verstehen, die erst nachdem darauf aufbauende, induktive Testverfahren mit entsprechenden (prospektiven) Versuchsplanungen sie bestätigen als statistisch gesichert gelten kÜnnen.
Der Unterschied zwischen deskriptiver und explorativer Statistik wird auch an den Fragestellungen deutlich:cite-ref-5[5]
⢠Deskriptive Statistik: Wie kann man eine Verteilung eines Merkmals beschreiben?
⢠Explorative Statistik: Was ist an einer Verteilung eines Merkmals bemerkenswert oder ungewÜhnlich?
Geschichte
Die moderne Statistik entstand aus verschiedenen historischen (datenanalytischen) Entwicklungen, die im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zu der heutigen Statistik zusammengewachsen sind. Insbesondere die Teilung der Statistik in eine deskriptive und eine schlieĂende Statistik spiegelt diese historische Entwicklung wider.
Amtliche Statistik
â
Hauptartikel
:
Volkszählung
,
Amtliche Statistik
und
Statistisches Amt
Die Anfänge der amtlichen Statistik reichen bis weit vor Christi Geburt zurĂźck. Die ersten amtlichen Statistiken waren Volkszählungen (vermutlich erstmals in Ăgypten zirka 2700 v. Chr.cite-ref-6[6], während der Xia-Dynastie zirka 2000 v. Chr., in der Stadt Mari in Mesopotamien zirka 1700 v. Chr.). Im alten Griechenland gab es zumindest in Athen BĂźrgerregister, Register zur BevĂślkerungsbewegung, Einfuhrlisten zollpflichtiger Waren (wie Importe von Getreide) und VermĂśgenskataster. Bei rĂśmischen Volkszählungen wurden die BĂźrger und ihr VermĂśgen erfasst.
In Deutschland fand die erste Volkszählung 1449 in Nßrnberg statt. Die Stadtverwaltung wollte die BevÜlkerung und Vorräte erfassen, um zu entscheiden, ob man Flßchtlinge aus dem Markgrafenkrieg noch in die Stadt lassen konnte oder nicht. Den Anfang mit umfangreichen (amtlichen) statistischen Erhebungen machte der franzÜsische Staatsmann Colbert 1665 mit der Einrichtung einer Handelsstatistik.
In PreuĂen wurden seit 1683 auf Anordnung des KurfĂźrsten Friedrich Wilhelm BevĂślkerungsstatistiken (Geburten, EheschlieĂungen und Todesfälle) erstellt und im Lauf der Zeit erweitert: 1719 der Hausbestand und Kommunalfinanzen, 1778 der Viehbestand, Aussaat, Getreidepreise, Flachs- und Tabakanbau, Fabriken, HĂźtten- und Bergwerke, Schifffahrt und Handel. Andere deutsche Staaten und Städte zogen nach, so Bayern im Jahre 1771 mit der Dachsbergschen Volksbeschreibung. Seit der Errichtung des Statistischen Amtes des Deutschen Reiches 1872 wird in Deutschland eine gesamte amtliche Statistik gefĂźhrt.cite-ref-7[7] Auch in Ăsterreich wurde 1753 durch Maria Theresia eine erste Volkszählung durchgefĂźhrt.
Um 1870 existierten in den meisten groĂen Staaten in Europa moderne statistische BehĂśrden. Auf den Konferenzen des Statistischen Kongresses (1853â1878) wurden Qualitätsnormen formuliert, derer sich die meisten Staaten bedienten.cite-ref-8[8]
Im Gegensatz zu heutigen Ergebnissen der amtlichen Statistik wurden die erstellten Statistiken nicht verĂśffentlicht und galten als Staatsgeheimnisse.
Universitätsstatistik
Unabhängig von der amtlichen Statistik hat sich die sogenannte Universitätsstatistik, ein inzwischen kaum mehr geläufiger Begriff fĂźr die beschreibende Staats- und Länderkunde, entwickelt. Das Sammelwerk des Italieners Sansovino (1562) ist eine erste Auflistung der Regierungsformen von zwanzig Staaten.cite-ref-9[9] Ăhnliche Werke entstanden unter anderem von dem Italiener Botero (1589), dem Franzosen d'Avitys (1616) und dem Niederländer de Laet (1624â1640).cite-ref-10[10] Der Hauptvertreter der Universitätsstatistik in Deutschland war der Statistiker Achenwall.
Die amtliche Statistik diente der Verwaltung und der UnterstĂźtzung von Regierungs- oder Verwaltungsentscheidungen. Die Universitätsstatistik sollte mehr eine allgemeine Informationsquelle fĂźr Staatsmänner sein und enthielt anfangs nur textuelle Beschreibungen. Dazu gehĂśrten Regierungsform, Gesetzesbestimmungen und Einzeltatsachen, eben âStaatsmerkwĂźrdigkeitenâ im Sinne von des Merkens wĂźrdig. Die Universitätsstatistik in der Tradition Hermann Conrings war damit eine Art âStatistik ohne Zählenâ.cite-ref-11[11] Erst später kamen tabellarische Aufstellungen hinzu, wie bei BĂźsching. Die Universitätsstatistiker haben jedoch selbst keine Erhebungen durchgefĂźhrt, sondern durch den Zugang zu den amtlichen Statistiken diese bearbeitet und verĂśffentlicht. Durch die Aufnahme von statistischen Konzepten wie Mortalität, Natalität und Nuptialität, wurden die Beschreibungen nach und nach um quantitative Angaben Ăźber Geographie, Ăkonomie, Verwaltung, Bildung und Militär ergänzt.cite-ref-12[12]
Das 19. Jahrhundert brachte Verfeinerungen der Beobachtungspraktiken, ihre institutionelle Verstetigung und die Idee der Objektivierung. Am Ende des 19. Jahrhunderts fand der Begriff der âPopulationâ vermehrt Anwendung. Bis 1890 lag eine voll ausgebildete mathematisierte Statistik vor. Adolphe Quetelet ergrĂźndete seit der Mitte des Jahrhunderts gesellschaftliches Zahlenmaterial nach Durchschnitten, Korrelationen und GesetzmäĂigkeiten und erfand den âStatistischen DurchschnittsbĂźrgerâ (l'homme moyen).cite-ref-13[13]
Politische Arithmetik
Erst die politischen Arithmetiker begannen, nach GesetzmäĂigkeiten in den Daten zu forschen. Dies hatte ihren Ursprung in den populärer werdenden Tontinen, einer Art Rentenversicherung.cite-ref-koch2005-14-0[14] Der Engländer Graunt analysierte 1660 Geburts- und Sterbelisten und wollte allgemeine GesetzmäĂigkeiten Ăźber das Geschlechterverhältnis, das Verhältnis von Sterbe- und Geburtsfällen, Sterbehäufigkeiten finden.cite-ref-15[15] Der englische Statistiker und Ăkonom Petty Ăźbertrug diese Art von Analyse auf Wirtschaftsdaten. Der Hauptvertreter der politischen Arithmetiker in Deutschland ist der Statistiker SĂźĂmilch mit seinem Werk Die GĂśttliche Ordnung in den Verhältnissen des menschlichen Geschlechts, aus der Geburt, dem Tode und der Fortpflanzung desselben erwiesen von 1741.
Diese Art von Statistiken hatte auch Einfluss auf philosophische Fragen, beispielsweise zur Existenz des freien Willens des Individuums.cite-ref-16[16] Quetelet stellte fest, dass die Zahl der EheschlieĂungen in belgischen Städten geringere Abweichungen vom Durchschnitt zeigt als die Zahl der Todesfälle. Und das, obwohl der Zeitpunkt der EheschlieĂung dem freien Willen unterliegt und der Todeszeitpunkt (in der Regel) nicht.
Wahrscheinlichkeitsrechnung
â
Hauptartikel
:
Geschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Aus Betrachtungen Ăźber GlĂźcksspiele entstand die moderne Wahrscheinlichkeitsrechnung. Als Geburtsstunde der Wahrscheinlichkeitsrechnung gilt der Briefwechsel zwischen Pascal und Fermat im Jahr 1654. Das Fundament der modernen Wahrscheinlichkeitsrechnung wurde mit dem Erscheinen von Kolmogorovs Lehrbuch Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung im Jahr 1933 abgeschlossen.
Schritte der praktischen Umsetzung der Statistik
Die DurchfĂźhrung einer statistischen Untersuchung erfolgt im Zusammenspiel von statistisch-mathematischer Methodik und theoretischem Fachwissen. Sie kann grob in fĂźnf Schritte eingeteilt werden:
Planung
In der Planungsphase (oder auch Definitionsphase) mĂźssen die Forschungsfragen (Problem- und Zielstellung der Untersuchung und ihre theoretische BegrĂźndung) klar festgelegt werden. Zur Beantwortung muss folgendes entschieden werden:
⢠Wie wird die Grundgesamtheit definiert,
⢠an welchen statistischen Einheiten soll gemessen werden,
⢠welche Variablen sollen erhoben werden,
⢠welche Operationalisierungen sollen vorgenommen werden,
⢠welche Art und welchen Umfang soll die Erhebung haben.
Eine statistische Untersuchung ist selten eine unmittelbare Abfolge der fĂźnf Schritte, sondern meist ein ständiger Wechsel zwischen den verschiedenen Phasen in Abhängigkeit von den Daten, Analyseergebnissen und theoretischen Ăberlegungen. Ein wichtiges Teilgebiet ist das statistische experimentelle Design, das Ăźblicherweise auch eine sog. Fallzahlplanung (z. B. bei klinischen Studien) enthält. Sind diese Fallzahlen zu gering, so kann es vorkommen, dass die Studie zu wenig Power besitzt, um den Zusammenhang zu zeigen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Studien mit hĂśheren Fallzahlen auch mehr Power besitzen. Mithilfe von statistischen Verfahren ist es mĂśglich bei der Anwendung eines t-Tests (dieser prĂźft, ob sich zwei Mittelwerte einer Stichprobe statistisch signifikant voneinander unterscheiden) die Fallzahl genau zu berechnen.
Erhebung
Nach der Festlegung der Erhebungsart ergeben sich entsprechende Schritte.
Primär-statistische Erhebung
Der Forscher erhebt seine Daten selbst, etwa durch Umfrage. Damit muss das Prozedere der Datenerhebung, etwa durch das ADM-Design, festgelegt werden und die Erhebung nach diesen Vorschriften durchgefĂźhrt werden.
Sekundär-statistische Erhebung
Der Forscher nutzt Einzeldaten, die von anderen erhoben wurden, etwa durch ein Statistisches Amt. So spart er Arbeit, da er nicht selbst erhebt. Oft jedoch passen die erhobenen Variablen nicht exakt zur Forschungsfrage oder der gewĂźnschten Operationalisierung.
Tertiär-statistische Erhebung
Der Forscher nutzt nur fĂźr eine statistische Raumbezugseinheitcite-ref-17[17] aggregierte Daten, die von anderen erhoben und verĂśffentlicht wurden.
Ferner differenziert man zwischen randomisierten Daten und reinen Observationsdaten (aus denen durch Computer-Simulationen noch quasirandomisierte Daten erstellt werden kĂśnnen, z. B. durch Propensity score matching).
Aufbereitung
Die Aufbereitungsphase umfasst die Kodierung der Daten, die Datenbereinigung (PlausibilitätsprĂźfung und Korrektur, AusreiĂer, fehlende Werte) und evtl. (statistisch oder sachlogisch) notwendige Transformationen der erhobenen Variablen.
In die Aufbereitung fallen auch Imputationsmethoden fĂźr fehlende Werte. Dies bezeichnet Methoden, die fehlenden Werte durch ein zu begrĂźndendes Modell einzufĂźgen. Hierbei ist äuĂerste Vorsicht geboten, mittlerweile existiert eine eigene Forschung im Bereich der Imputationsmethoden.
Konventionen und Zeichen präzisieren die Ergebnisse einer sorgfältigen Aufbereitung. Die Statistik der Stadt Bern arbeitet nach den folgenden Regeln:cite-ref-18[18]
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| â | Gedankenstrich: Es kommt nichts vor (Wert genau Null). Ein Strich wird auĂerdem gesetzt, wenn die begrifflichen Voraussetzungen fĂźr eine Eintragung fehlen, das Zeichen bei Berechnungen aber durch eine Null ersetzt werden darf. |
| 0 0.0 | Eine GrĂśĂe, die kleiner ist als die Hälfte der kleinsten verwendeten Einheit. |
| () | Leere Klammer: Eine Zahlenangabe unterbleibt aus GrĂźnden des Datenschutzes. |
| ⌠| Drei Punkte bedeuten je nach Kontext: Zahl nicht bekannt, gegenstandslos, aus statistischen Grßnden nicht aufgefßhrt oder nicht anwendbar. |
| 1 , 2 | Eine hochgestellte Zahl dient als Hinweis auf eine FuĂnote. |
| r | Ein hochgestelltes r macht einen gegenĂźber frĂźher korrigierten Wert ersichtlich (ârestatedâ). |
| g | Ein hochgestelltes g steht bei geschätzten Daten. |
| / | Ein Schrägstrich zwischen zwei Jahreszahlen kennzeichnet die zugehÜrigen Werte als Mittelwert. |
| â | Ein Bindestrich zwischen zwei Jahreszahlen kennzeichnet die zugehĂśrigen Werte als Summe. |
| Σ | Allfällige Unterschiede zwischen Gesamtsumme und addierten Einzelwerten oder Teilsummen sind auf zufällige Rundungsdifferenzen zurßckzufßhren. |
Analyse
In der Analysephase werden die Methoden der explorativen, deskriptiven und induktiven Statistik auf die Daten angewandt (Kennziffern, Grafiken und Tests). Aufgrund der teilweise automatisch erhobenen Datenmengen und der immer komplexeren Auswertungsverfahren (etwa Bootstrapping-Verfahren) ist eine Analyse ohne eine geeignete Statistik-Software (wie z. B. R) kaum mĂśglich.
Interpretation
Die Interpretation der Ergebnisse der statistischen Analyse erfolgt natĂźrlich unter BerĂźcksichtigung des jeweiligen Fachgebietes. Von groĂer und fachĂźbergreifender Wichtigkeit jedoch ist die Umsetzung von Zahlen in Sprache, die treffsichere sprachliche Umsetzung der gewonnenen Ergebnisse, die wissenschaftliche Kriterien erfĂźllt. Ohne den RĂźckbezug auf die im Verlauf des im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess aufgestellten Hypothesen und Fragestellungen bleibt die statistische Analyse ohne Belang. In der statistischen Auswertung werden auch die meisten Schwächen einer statistischen Analyse sichtbar. Zu oft bleibt nur die reine Zahlendarstellung und zu wenig wird das Augenmerk auf eine klare sprachliche Ergebnissicherung gelegt. Eine Ăźberzeugende statistische Auswertung wird die gewonnenen Ergebnisse in einen flĂźssigen Text einbauen, versehen mit der Relevanz, den ersten Schritten von der Frage zur statistischen Methode, dem HĂśhepunkt einer strukturierten Ergebnisdarstellung und zu guter Letzt dem Verweis auf den grĂśĂeren wissenschaftlichen Kontext, durchaus auch im Bewusstsein mĂśglicher Schwachstellen der Analyse. Erst der Verweis und Querbezug auf andere wissenschaftlich gewonnene und valide Studienergebnisse trägt dann zu einem Erkenntnisfortschritt bei.
Informationsgehalt und -bewertung
Statistiken stellen eine Repräsentation gesammelter Daten dar. Je nach Art und Weise der Datengewinnung entspricht der Gehalt der Informationen einem brauchbaren Ergebnis. Bei Verlassen der reellen und objektiven Prozesse kÜnnen aber auch falsche Schlßsse aus Statistiken gezogen werden. So lässt sich ermitteln, wie groà der Anteil von Schwarzfahrern in Zßgen oder die Durchschnittseinkommen der BevÜlkerung an einem bestimmten Ort sein kÜnnten. Allein aus statistisch verknßpfbaren Daten sollten aber keine Zusammenhänge gebildet werden.
Im Umgang mit Statistiken gilt es stets, den gesamten Datengehalt auf Relevanz, auf Beziehung der Teilinformationen zueinander und zum Umfeld zu prĂźfen. Bei bewusster Manipulation von Daten kĂśnnen falsche Belege gefunden werden, wenn die eine oder andere Beziehung weggelassen oder ins falsche Umfeld gesetzt wird. Es wird daher von Statistiken gefordert, dass sie âobjektivâ (unabhängig vom Standpunkt des Statistikerstellers), âreliabelâ (verlässlich), âvalideâ (Ăźberkontextuell gĂźltig), âsignifikantâ (bedeutend) und ârelevantâ (wichtig) sind.
Schulen und Denkrichtungen
In Lehrbßchern wird mitunter der Eindruck vermittelt, es gäbe nur das eine, sich ständig weiterentwickelnde Statistikmodell. In der Deskriptiven Statistik gibt es wenig Kontroversen, in der Induktiven Statistik gibt es jedoch verschiedene Denkschulen, die ein Problem unterschiedlich analysieren, bewerten und numerisch berechnen.cite-ref-19[19] Wenig bekannte Ansätze sind
⢠die Fiduzialinferenz von Ronald Aylmer Fisher,
⢠die Likelihoodinferenz basierend auf den Arbeiten von George Alfred Barnard, Allan Birnbaum und Anthony W.F. Edwards und
⢠die Strukturinferenz von Donald A. S. Fraser.
Dominiert wird die induktive Statistik durch
⢠die klassische Inferenz, entwickelt durch Ronald Aylmer Fisher, Egon Pearson und Jerzy Neyman,
⢠die Bayes-Inferenz, entwickelt durch Harold Jeffreys, Dennis Victor Lindley und Leonard Jimmie Savage, sowie
⢠die statistische Entscheidungstheorie von Abraham Wald.
Die folgende Tabelle zeigt einige Unterschiede zwischen den Inferenzarten auf:
| | klassische Inferenz | Bayes-Inferenz | statistische Entscheidungstheorie |
|---|---|---|---|
| verwendetes Inferenzkonzept | objektivistisch, kognitivistisch, frequentistisch | subjektivistisch, kognitivistisch, nichtfrequentistisch | subjektivistisch, dezisionistisch, nichtfrequentistisch |
| Verwendete Information | frĂźher: Priorinformation â jetzt: Stichprobendaten â später: Handlungsfolgen | frĂźher: Priorinformation â jetzt: Stichprobendaten â später: Handlungsfolgen | frĂźher: Priorinformation â jetzt: Stichprobendaten â später: Handlungsfolgen |
| Verwendete Information | nur Stichprobendaten | zusätzlich Priorinformation | zusätzlich Handlungsfolgen |
| Informationsverarbeitung | Stichproben- und Likelihood-Funktionen | zusätzlich Priorverteilungen fßr Priorinformationen und Posteriorverteilung mittels Bayes Formel | zusätzlich Verlustfunktion fßr Handlungsfolgen |
| Eingesetzte Methoden | Punkt- und Intervallschätzung sowie Testverfahren auf Basis der Stichprobenverteilungen | Punkt- und Intervallschätzung sowie Testverfahren auf Basis der Posteriorverteilungen | Aufstellung von Entscheidungsfunktionen |
| Methodenbeurteilung | Unbekannter Parameter Π{\displaystyle \Theta } ist fix und Wahrscheinlichkeitsaussagen betreffen nur die Schätzung Π^ n {\displaystyle {\hat {\Theta }}_{n}} . | Unbekannter Parameter Π{\displaystyle \Theta } ist stochastisch und Wahrscheinlichkeitsaussagen betreffen auch Π{\displaystyle \Theta } . | Unbekannter Parameter Π{\displaystyle \Theta } ist stochastisch und Wahrscheinlichkeitsaussagen betreffen auch Π{\displaystyle \Theta } . |
Anwendung
UrsprĂźnglich wurde die Statistik entwickelt fĂźr die amtliche Statistik und auch fĂźr die Analyse von GlĂźcksspielen. Bei vielen Fachwissenschaften bestand der Bedarf nach âobjektiverâ ĂberprĂźfung und Entscheidung von Theorien, wozu die Mathematik und Regeln der Statistik geeignet sind. So haben sich aus der Anwendung von statistischen Methoden in den Fachwissenschaften eigene Teilgebiete entwickelt.
⢠Amtliche Statistik ist die Gesamtheit der von offiziellen Institutionen, insbesondere den Statistischen Ămtern, erstellten Statistiken.
⢠Betriebsstatistik bezeichnet einerseits die Beschreibung und ĂberprĂźfung innerbetrieblicher Abläufe mit Hilfe statistischer Methoden und andererseits externe Statistiken Ăźber eine Gesamtheit von Betrieben.
⢠BevÜlkerungsstatistik ist die Lehre von der systematischen Erfassung, Darstellung und Interpretation der demografischen Situation und Entwicklung mit Hilfe statistischer Methoden (s. a. Demografie).
⢠Biostatistik (auch: Biometrie) beschäftigt sich mit Fragestellungen, die sich in der medizinischen Forschung und anderen sich mit Lebewesen befassenden Forschungsbereichen ergeben.
⢠Chemometrik (auch Chemometrie) ist die chemische Teildisziplin, die sich mit der Anwendung mathematischer und statistischer Methoden beschäftigt, um in optimaler Weise chemische Verfahren und Experimente zu planen, zu entwickeln, auszuwählen oder auszuwerten.
⢠Data Mining und Maschinelles Lernen sind statistische und probabilistische Modelle, die Muster in den Daten durch den Einsatz von Berechnungsalgorithmen erfassen.
⢠Demografie oder BevÜlkerungswissenschaft ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich statistisch mit der Entwicklung von BevÜlkerungen und deren Strukturen befasst.
⢠Epidemiologie ist jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Populationen beschäftigt.
⢠Erziehungswissenschaften verwenden statistische Verfahren, um groĂe SchĂźlerpopulationen zu beschreiben und verstehen (z. B. PISA)
⢠Finanzstatistik fokussiert sich auf drei Themen: empirische Analysen und Modellierung von Finanzzeitreihen sowie die agentenbasierte Modellierung fßr simulierte und reale Märkte.
⢠Geostatistik bezeichnet bestimmte stochastische Methoden zur Charakterisierung und Schätzung von räumlich korrelierten georeferenzierten Daten.
⢠Kommunalstatistik erstellt fßr statistische Raumbezugseinheitencite-ref-20[20] kleinräumige Primär-, Sekundär- und Tertiärstatistiken fßr die kommunalen Planungen und Entscheidungen.
⢠Ăkonometrie ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das die Ăśkonomische Theorie sowie mathematische Methoden und statistische Daten zusammenfĂźhrt, um wirtschaftstheoretische Modelle empirisch zu ĂźberprĂźfen und Ăśkonomische Phänomene quantitativ zu analysieren.
⢠Operations Research ist ein Teilgebiet der angewandten Mathematik, das sich mit der Optimierung bestimmter Prozesse oder Verfahren, auch mit statistischen Methoden, beschäftigt.
⢠Quantitative Linguistik untersucht mit statistischen Methoden den Spracherwerb, den Sprachwandel sowie Verwendung und Struktur von Sprachen.
⢠PopulationsĂśkologie ist ein Teilgebiet der Ăkologie, das sich mit der Zusammensetzung, der Dynamik und der Wechselwirkung biologischer Populationen beschäftigt. Traditionell wird die PopulationsĂśkologie in die statistische Populationsbeschreibung und in die Populationsdynamik unterteilt. Ein wesentlicher Inhalt derselben ist die Wechselwirkung von Populationen im Rahmen der Konkurrenz- sowie der Räuber-Beute-Beziehungen.
⢠Psychometrie ist das Gebiet der Psychologie, das sich allgemein mit Theorie und Methode des psychologischen Messens befasst. Sie ist eine Zusammenstellung (spezifischer) mathematischer und statistischer Modelle und Methoden. Diese wurden entwickelt, um die im Rahmen psychologischer Forschung gewonnenen empirischen Daten zusammenzufassen und zu beschreiben, und um aus ihnen Schlussfolgerungen zu ziehen. Vor allem dienen sie der psychologischen Modellbildung, wie mathematisch-statistischer, also psychometrischer Modelle ßber verschiedene kognitive Funktionsbereiche, ßber PersÜnlichkeitsbereiche, die aus den entsprechenden grundlegenden Theorien abgeleitet und formalisiert werden.
⢠Six Sigma ist eine Methode aus dem Qualitätsmanagement, deren Kernelement die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Ăberwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln ist.
⢠Sportstatistiken dienen der Darstellung bereits erbrachter sportlicher Leistungen und werden dazu verwendet, diese Leistungen zu analysieren sowie Vorhersagen ßber zukßnftig zu erwartende Leistungen zu machen. Sie sind die Grundlage fßr Sportwetten.
⢠Statistische Mechanik (hierzu auch: Statistische Thermodynamik) war ursprßnglich ein Anwendungsgebiet der Mechanik. Der Zustand eines physikalischen Systems wird nicht mehr durch den genauen zeitlichen Verlauf von Ort und Impuls der einzelnen Teilchen charakterisiert, sondern durch die Wahrscheinlichkeit, derartige mikroskopische Zustände vorzufinden und steht somit fßr die (theoretische und experimentelle) Analyse zahlreicher, fundamentaler Eigenschaften von Systemen vieler Teilchen (Atome, Molekßle).
⢠Statistische Physik beschäftigt sich mit der Beschreibung von Naturphänomenen, bei denen zwar eine groĂe Anzahl an Teilsystemen (oder Teilchen) beteiligt ist, aber nur Aussagen Ăźber die Gesamtheit interessieren oder grundsätzlich nur eine unvollständige Information Ăźber das Detailverhalten der Teilsysteme vorhanden ist. Sie ist eine physikalische Disziplin, deren mathematische Basis Sätze aus der Wahrscheinlichkeitstheorie und der asymptotischen Statistik und einige wenige physikalische Hypothesen bilden.
⢠Umweltstatistik beschäftigt sich mit dem Sammeln von Umweltdaten und der Analyse von Ăkosysteme, deren Belastungen und Reaktionen, mit Hilfe statistischer Methoden.
⢠Versicherungsmathematik ist die Wissenschaft, die mathematische und statistische Methoden zur Risikomessung im Versicherungswesen und im Bankensystem anwendet.
⢠Wirtschaftsstatistik ist die Lehre von der systematischen Erfassung, Darstellung und Interpretation Ükonomischer Tatbestände mit Hilfe statistischer Methoden.
Ausbildung
â
Hauptartikel
:
Statistik (Studienfach)
Software
â
Hauptartikel
:
Liste von Statistik-Software
Die Entwicklung der Computer seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat einen groĂen Einfluss auf die Statistik. FrĂźhe statistische Modelle waren fast immer lineare Modelle. Die immer grĂśĂere Rechenkapazität und die Entwicklung geeigneter numerischer Algorithmen riefen ein gesteigertes Interesse an nicht-linearen Modellen, wie kĂźnstlichen neuronalen Netzwerken hervor und fĂźhrte zur Entwicklung komplexer statistischer Modelle, beispielsweise verallgemeinerte lineare Modelle oder Mehrebenenmodelle.
Durch die individuelle VerfĂźgbarkeit von Statistik-Software kann man auch Daten selbst darstellen und eine Vielzahl von Berechnungen durchfĂźhren. Dies reicht von der Berechnung von Lageparametern (wie Mittelwerte, Median, Modus) und StreuungsmaĂen (wie Standardabweichung, Varianz, Spannweite) bis zu komplexen statistischen Modellen. Auch ist in der Regel die Darstellung von Daten in einer Vielzahl von Diagrammen, wie Box-Plots, Stamm-Blatt-Diagrammen mĂśglich. FĂźr spezialisierte Grafiken kann man auf Visualisierungsprogramme zurĂźckgreifen.
Der Zuwachs an Rechenleistung hat ebenfalls zu einer zunehmenden Popularität computerintensiver Methoden auf der Basis von Resampling-Techniken (Permutationstests, Bootstrapping-Verfahren) gefßhrt. Auch die Anwendung der Bayessche Statistik ist durch Verwendung von Monte-Carlo-Simulationen, wie z. B. dem Gibbs-Sampling oder den Metropolis-Algorithmus, wesentlich einfacher und umsetzbarer geworden.
Bedeutende Statistiker
â
Hauptartikel
:
Liste bedeutender Statistiker
Literatur
Spezielles: Geschichte und Linguistische Aspekte
⢠John, Vincenz: The Term "Statistics". Journal of the Statistical Society of London 46.4 (1883): 656-679.
⢠Missiakoulis S: Some Linguistic Aspects of the Term âStatisticsâ. Encyclopedia. 2024; 4(3):1286-1291. https://doi.org/10.3390/encyclopedia4030084.
Weblinks
Commons
: Statistics
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Statistik
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikiquote: Statistik
â Zitate
Wikibooks: EinfĂźhrung in Statistik
â Lern- und Lehrmaterialien
⢠Deutsche Arbeitsgemeinschaft Statistik, dagstat.de: mit Verweisen auf alle deutschen wissenschaftlichen Gesellschaften im Bereich Statistik
⢠Friendly, M. & Denis, D. J. (2001): Milestones in the history of thematic cartography, statistical graphics, and data visualization (âMeilensteine in der Geschichte der Thematischen Kartographie, Statistischen Grafiken und Datenvisualisierungâ, abgerufen: 12. Dezember 2018)
⢠isi.cbs.nl: ISI Multilingual Glossary of Statistical Terms (âMehrsprachiges Glossar der statistischen Begriffeâ)
⢠nzzfolio.ch: Statistik â Zählen und gezählt werden (Themenschwerpunkt von NZZ Folio, der Zeitschrift der Neuen ZĂźrcher Zeitung)
⢠statsoft.com: Guter Ăberblick der wichtigsten statistischen Verfahren (englisch)
⢠RWI â Leibniz-Institut fĂźr Wirtschaftsforschung, rwi-essen.de: Unstatistik des Monats
Einzelnachweise
cite-note-0-11. â Horst Rinne: Taschenbuch der Statistik. 4., vollständig Ăźberarb. und erw. Auflage. Deutsch, Frankfurt, M. 2008, ISBN 978-3-8171-1827-4, S. 1.
cite-note-22. â Lincoln E. Moses: Think and Explain with statistics. Addison-Wesley, 1986, ISBN 978-0-201-15619-5, S. 1â3.
cite-note-33. â David Moore: Statistics for the Twenty-First Century. The Mathematical Association of America, Washington, DC 1992, Teaching Statistics as a Respectable Subject, S. 14â25.
cite-note-44. â William Lee Hays: Statistics for the social sciences. Holt, Rinehart and Winston, 1973, ISBN 978-0-03-077945-9, S. xii.
cite-note-55. â Wolfgang Polasek: Explorative Daten-Analyse. EinfĂźhrung in die deskriptive Statistik. 2. Auflage. Springer, Berlin 1994, ISBN 978-3-540-58394-3.
cite-note-66. â Ian Shaw: The Oxford History of Ancient Egypt. Oxford University Press, 2004, ISBN 978-0-19-280458-7, S. 4â5.
cite-note-77. â Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): BevĂślkerung und Wirtschaft 1872â1972. W. Kohlhammer Stuttgart/Mainz, 1972, S. 15â16.
cite-note-88. â JĂźrgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. C. H. Beck. 2. Aufl. der Sonderausgabe 2016, ISBN 978-3-406-61481-1, S. 59.
cite-note-99. â Sansovino, F. (1578), Del governo et amministratione di diversi regni et repvbliche, cosi antiche come moderne, Per ordine di Iacomo Sansouino, Venetia (Open Library).
cite-note-1010. â Botero, G. (1589), Della ragion di Stato libri dieci, Appresso i Gioliti, Venetia (Open Library).
cite-note-1111. â Harm Klueting: Die Lehre von der Macht der Staaten. Das auĂenpolitische Machtproblem in der âpolitischen Wissenschaftâ und in der praktischen Politik im 18. Jahrhundert. In: Historische Forschungen. Band 29. Duncker & Humblot, Berlin 1986, S. 72.
cite-note-1212. â BorbĂĄla Zsuzsanna TĂśrĂśk: Staatswissen und Staatsbildung. Der statistische Blick auf NiederĂśsterreich 1790â1848. In: Oliver KĂźhschelm, Elisabeth Loinig, Stefan Eminger, Willibald Rosner (Hrsg.): NiederĂśsterreich im 19. Jahrhundert. Band 1. NĂ Institut fĂźr Landeskunde, St. PĂślten 2021, ISBN 978-3-903127-27-2, S. 113.
cite-note-1313. â JĂźrgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. C. H. Beck. 2. Aufl. der Sonderausgabe 2016, ISBN 978-3-406-61481-1, S. 60.
cite-note-koch2005-1414. â Peter Koch: Beiträge zur Geschichte des deutschen Versicherungswesens, Teil 2. Verlag Versicherungswirtschaft, 2005, S. 28.
cite-note-1515. â Graunt, J. (1665) Natural and Political Observations mentioned in a following Index, and made upon the Bills of Mortality, 1665 (Digitalisat).
cite-note-1616. â J. E. Wappäus (1861), Allgemeine BevĂślkerungsstatistik (Zweither Theil) Verlag der J.C. Hinrichsâschen Buchhandlung, Leipzig, S. 411ff.
cite-note-1717. â Statistisches Raumbezugssystem (Memento des Originals vom 29. April 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedtestatistik.de.
cite-note-1818. â Statistisches Jahrbuch der Stadt Bern, Berichtsjahr 2016.
cite-note-1919. â H. Rinne: Taschenbuch der Statistik. (2. Auflage), Harri Deutsch Verlag, Frankfurt am Main 1997, S. 471 ff.
cite-note-2020. â Kommunales Raumbezugssystem: Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 29. April 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedtestatistik.de